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Therapeutisches Reiten

Yoga.
Ist mit einem so jungen Menschen aber eher schwierig. Sagt unsere Familientherapeutin.

Oder Reiten. Reiten wäre sogar noch besser.

Das eine Zusatzkind hat große Probleme in seinem Rucksack mitgebracht und spürt weder sich selbst, noch seine Bedürfnisse noch seinen Körper. Da ist einfach nichts.
Kein Gefühl, kein Ahnen, nichts.
Das macht es natürlich auch sehr schwierig, andere zu spüren.

Übergriffigkeit, Taktlosigkeit, fehlende Distanz und Gewalt sind Auswüchse aus diesem Problem.
Nichts, womit man innerhalb einer Familie wirklich leben kann oder will.

Die beste Reitlehrerin unserer Kinder hat dankenswerterweise eine therapeutische Ausbildung. Also Einzelstunden nur für das Zusatzkind an einem separaten Termin. Nur er und das Pferd. Zum Spüren.
Zum Üben, wie man mit einem anderen Lebewesen umgeht. Und wie nicht.

Zeit, seinen eigenen Körper zu spüren und dadurch vielleicht irgendwann in ferner Zukunft so etwas wie Bedürfnisse in sich entdecken zu können.

Um dann - ganz später - auch Empathie zu lernen.
Weil man erfahren hat, wie man sich selber fühlt. Und dadurch vielleicht auch irgendwann erkennen kann, wie das eigene Verhalten auf andere wirkt.
Dass andere nicht nur zur eigenen Belustigung oder Befriedigung da sind.

Die Hoffnung bleibt.

Jadekompendium 14.01.2017, 12.00

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