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Trauer

Die Tage, die in Trauer versinken, werden weniger, aber es gibt sie noch. Tage, an denen das Aufstehen einem Kampf um Leben und Tod gleicht. Das Weitermachen, das Kümmern, das Dasein mehr eine Existenzfrage denn Alltag ist. Tage, an denen ich mein Unglück und meine Trauer laut herausbrüllen möchte und doch stumm bleibe. Weil es niemanden gibt, der versteht. Kein Kind zurückkommt, nur weil ich es rufe. Unsere Zeit vorüber ist. Die Tage, an denen alles in Frage steht und nichts eine Berechtigung zu haben scheint bis auf das rohe blutige Gefühl von Hass, Verzweiflung, Wut und Trauer um etwas, das auf ewig zu mir zu gehören schien. Die Liebe sitzt katatonisch in ihrer Ecke und ist weder Ruf noch Echo. Nichts mehr. Nur Stille.

Jadekompendium 31.03.2019, 08.00

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Kommentare zu diesem Beitrag

1. von Rebecca Friedrich

Hallo Jadekompendium!
Ich selbst habe auch sehr mit dem Thema Trauer zu kämpfen gehabt. Meine Sohn Nico ist vor kurzem zu seinem Vater gezogen und der Kontakt ist abgebrochen. Er wollte nichts mehr von mir wissen, aus Gründen, die er mir nicht mitteilen wollte.
Ich habe die Vermutung, dass dir da etwas ähnliches widerfahren ist, da ich mich selbst in dem Text wieder erkenne.
Falls ich dir helfen kann oder Redebedarf unter Eltern besteht, wäre ich sehr froh über eine Antwort.

MfG
Rebecca Friedrich

vom 02.04.2019, 10.08
Antwort von Jadekompendium:

Hallo Rebecca, mein aufrichtiges Mitgefühl.
Ich danke dir sehr für das Angebot!
Liebe Grüße, Kati



Das Tragische an diesem Leben ist nur, dass es auf einer wahren Geschichte beruht.

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